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Landschafsmalerei einfach erklärt

Landschafsmalerei einfach erklärt

Die Landschaftsmalerei zählt zu den ältesten, aber auch wandlungsfähigsten Genres der Kunstgeschichte. Im Zentrum stehen Naturdarstellungen, Städte, Bauwerke oder Meereslandschaften – meist ohne erzählerischen Kontext oder menschliche Figuren. Doch so naheliegend die Abbildung der Natur scheint, so lange dauerte es, bis sie sich ihren Platz im Rampenlicht der Kunstgeschichte erkämpfte. Erst um siebzehnhundert entwickelte sich das, was zuvor Jahrhunderte lang nur Hintergrund war, zu einem eigenständigen Sujet, bei dem die Landschaft tatsächlich in den Mittelpunkt rückte.

Die Ursprünge der Landschaftsmalerei

Die Geschichte der Landschaftsmalerei reicht bis in die Antike zurück. Bereits in der griechisch-römischen Wandmalerei tauchten Szenen mit Pflanzen, Tieren oder Bergen auf – allerdings meist stark stilisiert und selten als zentrales Bildmotiv. Auch in der mittelalterlichen Kunst blieb die Landschaft eher Dekoration als Hauptdarsteller: Sie diente als Kulisse für religiöse oder historische Szenen, in denen der Mensch und mythologische Themen im Vordergrund standen.

Erst mit der Renaissance entwickelten sich Naturmotive zu einem wiederkehrenden Thema. Einige wenige Künstler wie Albrecht Dürer und Albrecht Altdorfer schufen erste Werke, in denen die Landschaften eine tragende Rolle spielten. Vorerst blieb dieses Aufkommen als zentrales Thema jedoch eine Seltenheit.

Landschaftsbilder als eigenständiges Kunstgenre

Im 17. Jahrhundert erlebte die Landschaftsmalerei ihren eigentlichen Durchbruch und entwickelte sich zu einem eigenständigen Genre innerhalb der bildenden Kunst. Europaweit begannen Maler, sich intensiver mit Naturdarstellungen auseinanderzusetzen – sowohl in der Tafelmalerei als auch in Wand- und Freskotechniken. Besonders in den Niederlanden und in Italien entfaltete sich in dieser Zeit eine reiche Vielfalt an Stilrichtungen und Motiven. In den Niederlanden entstanden zahlreiche Werke, die weite Felder, Flussläufe, Küsten oder einfache Bauernlandschaften zum Thema hatten. In Italien hingegen dominierten idealisierte Landschaften, die bewusst überhöht dargestellt wurden. Zu dieser Zeit experimentierten unter anderem auch die bereits etablierten Künstler Peter Paul Rubens und Rembrandt van Rijn mit Landschaftsdarstellungen und machten damit einen entscheidenden Schritt in ihrer künstlerischen Entwicklung.

Die Ausbreitung der Landschaftsmalerei

Als sich das Genre der Landschaftsmalerei im 18. Jahrhundert in weitere Teile Europas ausbreitete, wurde es vor allem durch die charakteristischen Motivkreise der Romantik geprägt. Spirituelle sowie philosophische Themen wie Sehnsucht, Reflexion und Vergänglichkeit wurden in Form von Friedhöfen, Wäldern und Ruinen in die Naturdarstellung verwoben. Maler wie Caspar David Friedrich, William Turner oder John Constable gehörten zu den bekanntesten Vertretern dieser Epoche. Häufig experimentierten sie mit Farb- und Lichtverhältnissen und einer realistischen Darstellungsweise, um die gewünschten Gefühle in ihren Werken zu porträtieren.

Besonders im deutschsprachigen Raum entwickelte sich außerdem im Biedermeier eine ganz eigene Form der Landschaftsmalerei. Anders als in der oft symbolisch aufgeladenen Romantik rückte hier das Vertraute, Häusliche und Idyllische in den Vordergrund. Künstler wie Ferdinand Georg Waldmüller oder Carl Spitzweg malten detailreiche und technisch präzise Naturdarstellungen, die häufig ländliche Szenen oder heimatliche Gegenden zeigten. Die Landschaft wurde zum Ort des Rückzugs, der Ordnung und des bürgerlichen Wohlstands.

Ein bedeutender Wendepunkt für die Landschaftsmalerei kam mit dem Impressionismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Maler wie Claude Monet, Camille Pissarro oder Alfred Sisley verließen das Atelier und begannen, unter freiem Himmel zu arbeiten. Ihre Werke skizzierten flüchtige Momentaufnahmen und lösten sich somit von starren Szenerien. Der Fokus lag nun auf atmosphärischen Licht- und Farbverhältnissen, und das Landschaftsmotiv wurde zu einem lebendigen Element der modernen Kunst.

Landschaftsbilder aus der neuen Welt

Während sich in Europa der Impressionismus entfaltete, entwickelte sich parallel auch in Nordamerika eine eigene Form der Landschaftsmalerei. Nördlich von New York lässt sich der in England geborene Maler Thomas Cole nieder und gründet die Künstlergruppe Hudson River School, die der deutschen romantischen Malerei nahesteht und sich auf die scheinbar grenzenlose, unerforschte Natur der USA konzentriert. Ihre einzelnen Mitglieder unternehmen regelmäßig Expeditionen in den Wilden Westen, die Mountain States und die Regionen um die Niagarafälle. Somit förderten Sie die Aufbruchstimmung und die Nationalpark-Bewegung und trugen maßgeblich zur Landerschließung durch die USA bei. Mit den Landschaftsdarstellungen, die die Mitglieder schufen, betraten die Amerikaner außerdem das erste Mal die Bühne der internationalen Kunstwelt.

Ihre Malerei zeichnete sich vorallem durch eine realistische und detailreiche Malweise aus, die zum Ziel hatte Schönheit und Monumentalität einzufangen. Nicht selten betrachteten Künstler wie Albert Bierstadt und Frederic Edwin Church die Natur dabei als etwas gottgegebenes und verklärten den unberührten amerikanischen Westen als einen Garten Eden der Neuen Welt.

Landschaft als Ausdruck der Gefühlswelt

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts rückte die Landschaftsmalerei zunehmend in den Hintergrund. Dennoch übernahmen die Künstler des Expressionismus viele Themen und interpretierten sie auf völlig neue Weise. Gruppen wie Die Brücke oder Der Blaue Reiter nutzten kräftige Farben, vereinfachte Formen und expressive Pinselstriche, um innere Gefühlszustände und emotionale Wahrnehmungen darzustellen. Die Natur wurde dabei oft abstrahiert, sodass nicht die äußere Realität, sondern das subjektive Empfinden im Vordergrund stand.

Ab den 1920er-Jahren begannen Künstler wie Salvador Dalí, Landschaften in den Kontext des Surrealismus zu überführen, wobei die Natur nun nahezu vollständig weichen musste und fantastische sowie symbolische Traumlandschaften den Kurs bestimmten.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatten abstrakte Expressionisten und Pop-Art-Künstler selten eine Verwendung für derartige Darstellungen. So rückten schließlich Kunststile in den Mainstream, in denen Landschaft praktisch keine Rolle mehr spielte.

Berühmte Landschaftsgemälde für dein Zuhause

Auch wenn die Blütezeit der Landschaftsmalerei vorüber ist, erfreut sie sich bis heute großer Beliebtheit. Zahlreiche Kunstwerke von Claude Monet oder Caspar David Friedrich zählen zu den meistverkauften Postern in unserem Shop, und auch die Ausstellungen zu diesen Künstlern werden vielzählig besucht. Wenn du also beim Lesen auf den Geschmack der Landschaftsmaler gekommen bist, empfehlen wir dir unbedingt, unsere Kunstdrucke zur Landschaftsmalerei anzuschauen. Vielleicht findest du ja sogar das ein oder andere Kunstwerk, mit dem du dein Zuhause gestalten möchtest!